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PCI-DSS-Scan: Warum Scanner veraltete Versionen melden

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Verlangt dein Zahlungsdienstleister einen PCI-DSS Payment Card Industry Data Security Standard — Sicherheitsstandard der Kreditkartenbranche für alle Systeme, die Kartenzahlungen verarbeiten. -Scan, meldet der Bericht fast immer „veraltete” Software — meist zu Unrecht. Die Enterprise-Linux-Systeme auf unseren Servern erhalten Sicherheits-Fixes per Backporting: Der Fix ist eingespielt, die Versionsnummer bleibt alt. Dieser Artikel zeigt, wie du das dem Scan-Anbieter nachweist — und wie ein Scan bei rack::SPEED abläuft.

Enterprise-Linux-Distributionen wie AlmaLinux und CloudLinux spielen Sicherheits-Fixes per Backporting Der Distributor portiert den Sicherheits-Fix einer neuen Version in die ausgelieferte stabile Version zurück — ohne Versionssprung. ein. Statt auf die neueste Hauptversion zu springen, wird nur der Fix in die stabile Paketversion übernommen. Das hält Server stabil: keine Breaking Changes, kein Konfigurationsbruch, keine neuen Funktionen, die Compliance-Vorgaben verletzen könnten.

Die Kehrseite: Die Versionsnummer verrät den Patch-Stand nicht. Ein Scanner, der nur Versions-Strings vergleicht, hält ein vollständig gepatchtes OpenSSH 8.7 für verwundbar — ein klassischer False Positive. Red Hat erklärt das Prinzip ausführlich in der Backporting-Dokumentation; sie ist auch der übliche Nachweis gegenüber Scan-Anbietern.

Was PCI DSS 4.0 grundsätzlich von Shop-Betreibern verlangt, fasst unser Blog-Beitrag PCI DSS 4.0 — was du jetzt wissen musst zusammen.

So prüfst du ein Finding und entkräftest es beim Scan-Anbieter:

  1. Such die CVE Common Vulnerabilities and Exposures — standardisierte Kennung für bekannt gewordene Sicherheitslücken, z. B. CVE-2024-6387. -Nummer des Findings im Scan-Bericht heraus.
  2. Ruf errata.almalinux.org auf und such nach der CVE-Nummer.
  3. Lies aus dem Errata-Eintrag die Paketversion ab, die den Fix enthält — z. B. openssh-server-8.7p1-38.el9_4.1.
  4. Vergleich mit der installierten Version, per SSH: rpm -q openssh-server. Gleich oder neuer heißt: Der Fix ist drin.
  5. Reich den Errata-Link beim Scan-Anbieter als False-Positive-Nachweis ein (Dispute-Verfahren).

Nicht jedes CVE braucht einen Fix: Manche Lücken betreffen die Enterprise-Pakete gar nicht („not affected”), andere stuft der Distributor als geringes Risiko ein und patcht bewusst nicht. Beides dokumentiert die CVE-Datenbank von Red Hat — auch das ist ein gültiger Nachweis.

  1. Kündige den Scan per Ticket im Kundencenter an — mit Scan-Anbieter und Zeitraum.
  2. Wir schalten die IP-Bereiche des Scanners befristet in Firewall und IDS Intrusion Detection System — erkennt Angriffsmuster im Traffic und sperrt auffällige Quellen automatisch. frei. Ohne Freischaltung blockt die automatische Abwehr den Scan.
  3. Starte den Scan im Portal deines Anbieters.
  4. Geh den Bericht mit uns durch: Echte Findings beheben wir serverseitig, für False Positives bekommst du die Nachweise.

Der Scan bricht ab oder meldet „scan interference”

Abschnitt betitelt „Der Scan bricht ab oder meldet „scan interference”“

Die automatische Abwehr des Servers hat den Scanner als Angreifer eingestuft und gesperrt — aus ihrer Sicht völlig korrekt.

Lösung: Scan per Ticket ankündigen und die Freischaltung abwarten. Danach den Scan im Anbieter-Portal neu starten.

Der Scanner meldet veraltetes OpenSSH oder OpenSSL trotz aktueller Updates

Abschnitt betitelt „Der Scanner meldet veraltetes OpenSSH oder OpenSSL trotz aktueller Updates“

Der Klassiker: Der Scanner vergleicht nur Versionsnummern und übersieht das Backporting.

Lösung: Errata-Abgleich wie oben beschrieben und den Nachweis im Dispute-Verfahren einreichen. Auf Wunsch stellen wir die Stellungnahme zusammen.

PCI-DSS fragt, ob Remote-Zugriff nötig ist und wie er abgesichert wird — das ist kein Finding, sondern eine Begründungspflicht.

Lösung: Notwendigkeit begründen (Deployment, Administration) und die Schutzmaßnahmen nennen: Key-Authentifizierung statt Passwort, Protokollierung, automatischer Brute-Force-Schutz. Eine Formulierungshilfe bekommst du per Ticket.

Einzelne Findings betreffen die Server-Konfiguration selbst — etwa erlaubte Alt-Protokolle oder erreichbare Standard-Dienste.

Lösung: Schick uns den Bericht per Ticket. Wir bewerten jedes Finding und passen die Server-Konfiguration an, wo es nötig ist.

Steht ein Scan an oder liegt ein Bericht mit Findings vor? Eröffne ein Ticket im Kundencenter — nenn Scan-Anbieter, Zeitraum und häng den Bericht an. Den Rest klären wir gemeinsam.